Swissterminal Niederglatt erweitert Anschlüsse nach Westen und Süden

Schweizerzug führt Direktverbindung nach Antwerpen ein
2. Mai 2018
Bereit für die Zukunft
17. September 2018
alle anzeigen

Swissterminal Niederglatt erweitert Anschlüsse nach Westen und Süden

Das Containerterminal Niederglatt bei Zürich, betrieben von der Swissterminal-Gruppe, bietet Importeuren und Exporteuren in der Schweiz ab 2. Juli 2018 eine direkte Bahnverbindung mit fünf Abfahrten pro Woche zum Rail Hub Milano in Melzo/Mailand. Durchgeführt wird der neue Service vom Intermodaloperateur Hannibal, einem Teil der italienischen Contship-Gruppe. Darüber hinaus erhöht der Schweizerzug, ein Transportprodukt der Swissterminal-Gruppe, seine Verbindungsfrequenz zwischen Niederglatt und Frenkendorf ab Juli auf vier Verbindungen pro Woche. Aus Frenkendorf bestehen direkte Bahnanschlüsse nach Antwerpen sowie nach Neuss (Deutschland). Über den deutschen Standort werden Rotterdam und ebenfalls Antwerpen per Bahn und Barge erreicht.

 Nachdem die Swissterminal-Gruppe den Standort Niederglatt im Großraum Zürich Ende 2017 wiedereröffnet hat, verzeichnet das Unternehmen eine wachsende Nachfrage nach zusätzlichen Verbindungen, vor allem von Kunden in den Gebieten um Winterthur, St. Gallen, Chur und Zug. Die Steigerung der Verbindungsfrequenz zwischen Niederglatt und Frenkendorf, das Angebot von dort weiter nach Antwerpen und Rotterdam sowie der neue Direktabschluss nach Melzo bieten Verladern neu eine Vielzahl von Transportoptionen sowohl über die West- als auch Südhäfen.

Die Nachfrage nach Verladungen über die Südhäfen nimmt seit 2013 stetig zu. Dabei handelt es sich jedoch weniger einen Ersatz für die Westhäfen als um alternative Transportoptionen, die zu einem verbesserten Risikomanagement für Verlader und Spediteure beitragen. Wie wichtig es ist, zwischen verschiedenen Transportoptionen wählen zu können, hat spätestens der Streckenunterbruch in Rastatt im August 2017 aufgezeigt. Mit Einführung der neuen Verbindungen bietet Niederglatt nun sowohl in Richtung Süden als auch Westen die dringend benötigten verschiedenen Optionen.

Neben den neuen Bahnverbindungen nach Niederglatt wird Hannibal auch zukünftig wie gewohnt fünf Mal wöchentlich zwischen Frenkendorf und Melzo verkehren. Von hier existieren diverse Verbindungen, insbesondere in Richtung der Seehäfen La Spezia und Genua sowie zu kontinentalen Zielen.

Durch den direkten Gleisanschluss in Niederglatt leistet die Swissterminal-Gruppe einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt. „Wir rechnen damit, durch die neuen direkten Verbindungen ein Transportvolumen entsprechend der Kapazität von 10.000 Lkw von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Und das bezieht sich lediglich auf die Strecke Basel – Zürich!“, erklärt Roman Mayer, Präsident und Delegierter des Verwaltungsrates der Swissterminal-Gesellschaften.

Neben der Verringerung von Schadstoffemissionen durch Lkw-Transporte tragen die neuen Bahnverbindungen zudem zur Entlastung der Straßen bei. Neben der Schiene stellen Anschlüsse an die Autobahnen A1 und A51 den einfachen Weitertransport von Ladung in die angrenzenden Gebiete sicher.

„Das Ziel der Swissterminal-Gruppe ist es, Schweizer Importeuren und Exporteuren die beste Lösung für den Transport über verschiedene europäische Häfen zu bieten!Mit den neuen Verbindungen von Niederglatt profitieren Kunden im Großraum Zürich und der Ostschweiz von einem schnelleren und sehr zuverlässigen Service. Die verschiedenen Anbindungen in Richtung West- und Südhäfen, entweder direkt oder auch über Frenkendorf und Neuss, bieten allen Akteuren Vorteile“, so Mayer.

Die Swissterminal-Gruppe wird sich auch in Zukunft dafür stark machen, neutrale und faire Wettbewerbsbedingungen für den Schweizer Markt aufrechtzuerhalten. „Faire Wettbewerbsbedingungen sind jedoch nicht nur in Bezug auf die Marktwirtschaft notwendig. Eine dezentrale Terminalorganisation mit redundanten Angeboten ist zudem wesentlicher Bestandteil für die Landesversorgung der Schweiz. Das gilt nicht nur für internationale Lieferketten und verschiedene Optionen für Verladehäfen, sondern muss auch für das inländische Risikomanagement dringend beachtet werden, um eine Verwundbarkeit zu minimieren“, erläutert Mayer.